RESUMEE ISACCEA

 

Im Zeitraum 1997 – 2000 versuchte man ein Projekt durchzuführen, das die Lieferung von billigem Strom (ca. 20 US$/MWh) aus dem russischen (RAO-SS-Rossii) und ukrainischen (Ukreenergo)  Energiesystem an das rumänische Energiesystem erlauben sollte.

 

Die Vernetzung der Systeme konnte nur durch eine Back-to-Back-Station (BBS) erfolgen, d.h. Umschalten von Wechselstrom auf Gleichstrom und wieder zu Wechselstrom.

 

An diesem Projekt nahmen im oben genannten Zeitraum folgende Firmen teil:

 

 - Verbund APG Österreich

 - E.ON und RWE aus Deutschland

 - Transelectrica und Termoelectrica aus Rumänien

 - Ukrenergo aus der Ukraine

 - RAO-ESS-Rossi aus Russland

 - INPEC  ENGINEERING GmbH / SRL aus Deutschland und Rumänien

 

Die besprochene Lösung war die Lieferung des ukrainischen Stroms durch die 750-kV-Leitung mit nur 400 kV bis zur 750/400 kV Station Isaccea,  Rumänien, wo eine B2B Station errichtet werden sollte, um die Übertragung von 600 MW zu erlauben. Die BBS hätte dann auf bis zu 1200 MW vergröβert werden können.

 

Die Ausführung der BBS war mit überführten Elementen aus der  400-kV-Station Wien Süd, Österreich, und der Etzenricht-Station, Deutschland, geplant, die als BBS-Stationen mit ungarischen bzw. tschechischen Energiesystemen in Betrieb waren.

 

Die unter direkter Teilnahme der Firmen E.ON, Verbund, INPEC und indirekt RWE ausgearbeitete Machbarkeitsstudie zeigte als optimale Lösung die Errichtung der BBS innerhalb der 750/400-kV-Station Isaccea.

 

Hier ist hervorzuheben, dass die Firma INPEC mit Hilfe ihrer Fachleute zur Ausarbeitung  von technischen Lösungen für die Aufstellung der aus der 400-kV-Station Wien Süd und aus Etzenricht kommenden Einrichtungen in der 750/400-kV-Station Isaccea beitrug und die Koordinierung der Verhandlungen zwischen den Vertretern der fünf Länder (Rumänien, Österreich, Deutschland, Russland und die Ukraine) übernahm.

 

Das Projekt kam letztendlich nicht zustande, weil die 750-kV-Leitung auf ukrainischem Gebiet Betriebsstörungen aufwies, für deren Beseitigung zusätzliche Finanzmittel erforderlich gewesen wären. Ausserdem hoffte der russische Partner  gegen Ende der Verhandlungen auf eine direkte Schaltung des russischen Systems an UCPTE, um direkte Stromlieferungen zu ermöglichen.

 

 

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